So hatte ich mir das nicht gedacht…

Seit dem letzten Wochenende tobt der Krieg in flickr (Artikel im Focus) – leise habe ich ja schon rumgemault. Kaum passt man mal ein Wochenende nicht auf, weil man sich in eine internetfreie Zone begeben hat, schon verpasst man irgendwie fast den Anschluß und die allgemeine Abwanderung von einer bisher eigentlich sehr angenehmen Community.

Aber eben nur fast… und heute stellte ich fest, dass meine Bilder für die deutsche Allgemeinheit auch erst mal nicht mehr sichtbar waren. Aufgefallen ist es mir an diesem Bild. Klar – sowas MUSS zensiert werden!
Inzwischen kann man jede Menge zu dem Theater in Internet nachlesen. Via Detlef kam mir eben ein Artikel der FAZ unter die Augen:

Flickrs Deutschlanddebüt wird zum Flop

Eigentlich wollte Yahoo den rund 640.000 deutschen Nutzern seiner Foto-Gemeinschaft Flickr mit einer deutschen Seite etwas Gutes tun. Anders als üblich flogen sogar hochrangige Yahoo-Manager zum Start nach Berlin ein. Doch schon kurz danach lief alles falsch: Seit Tagen beschweren sich die Flickr-Nutzer heftig über eine angebliche Zensur. Viele Fotos, die in Amerika zu sehen sind, werden in Deutschland nicht angezeigt.
Schuld ist eine restriktive Auslegung des Bewertungssystems für die Fotos. Auf Flickr haben inzwischen acht Millionen Menschen rund 525 Millionen Fotos eingestellt, die sie dort ihren Freunden und anderen Mitgliedern der Gemeinschaft zeigen.

Keine nackte Haut für die Deutschen
Jeder Nutzer kann jedes Foto als unbedenklich, als möglicherweise störend oder als eingeschränkt (‚Fotos, die Sie nicht Ihren Kindern, Ihrer Großmutter oder Arbeitskollegen zeigen würden‘) einstufen. Nutzer mit deutscher Anmeldung bekommen nur Fotos zu sehen, die als unbedenklich eingestuft wurden. Selbst harmlose Fotos mit etwas nackter Haut sind jetzt herausgefiltert.
Yahoo wehrt sich gegen den Vorwurf der Zensur. ‚Die Entscheidung, Flickr in Deutschland anders aufzusetzen, hatte in keinster Weise etwas mit Zensur zu tun. Vielmehr ging es darum, die deutsche Gesetzgebung zu berücksichtigen. Wir sind gerade dabei, verschiedene Lösungen zu prüfen, die die Nutzererfahrung verbessern, gleichzeitig jedoch die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen‘, heißt es von Yahoo.
[…] Original: F.A.Z., 18.06.2007, Nr. 138 / Seite 21

Schöner Mist, das aber: Ich bin aufm Absprung und am Landeplatz sind schon viele andere Bekannte gelandet, die solche Spielchen nicht mitmachen mögen.