Micha. 61. Geht gar nicht.

Micha. 61. Geht gar nicht.

27.04.1955 – 12.05.2016

 
Du warst der Ruhepol in meinem Leben.

Du hast mich aufgefangen und gehalten,
wenn ich zu fallen drohte.

Du hast mein Leben 19 Jahre lang
bereichert, beeinflußt und geprägt.

Du warst mein Zuhause.
Meine Sicherheit.
Mein Halt.
Bedingungslos.
Mein Freund.

Es ist zu still, zu kalt und
unvorstellbar ohne Dich.
Du fehlst.

Ich danke Dir von Herzen
für Alles, mein Großer ♥

BN – Du verstehst das schon.
Deine Uta mit Paul und Dirk

Paul wollte Dir doch noch seine Straßenbahn zeigen! Du hast immer nach ihm gefragt…

Aside

Noch immer warte ich darauf, dass sich dieses Fensterchen öffnet, wenn ich im Büro über Exceltabellen brüte und da jemand schreibt. Noch immer ist da links am Monitorrand sein Profilbild und daneben stehen seine letzten Worte. Bis dann dann.

Mein Micha ist verstorben. Gedankenchaos bei mir. Und ich weiß, dass in den offiziellen Dokumenten nicht das richtige Datum steht. Es zerreißt mich.
Hier sitzen zu müssen und abzuwarten. Zuzusehen, wie gar nichts passiert. Nichts tun zu können. Zu wissen, dass im Moment niemand handeln kann. Zu wissen, dass irgendwann vielleicht Fremde sein Leben zerfetzen und durchwühlen. Zu wissen, dass er das so niemals wollte und derzeit amtlich ignoriert wird, was sein Wille gewesen ist.

Ich weiß nicht, wie ich ohne ihn weitermachen soll.
Wer mir den Kopf geraderückt, wenn ich mal wieder zu impulsiv handele.
Wen ich jetzt nachts anrufe. Wer mit mir schimpft und mir unnachgiebig widerspricht.

Ich habe ihn schon einmal sehr vermisst… und das bleibt jetzt für immer?
Vielleicht ist es ein Vorteil, dass ich keine Zeit habe für irgendwelche Ausfälle.
Dass ich funktionieren muss unabhängig davon, was ich fühle.

Elisabeth. 86. Just around the corner

Death is nothing at all.

I have only slipped away into the next room.
I am I, and you are you.
Whatever we were to each other, that we are still.
Call me by the old familiar name.

Call me by the old familiar name.
Speak of me in the easy way which you always used.
Put no difference into your tone.

just around the corner...

Wear no forced air of solemnity or sorrow.
Laugh as we always laughed at the little jokes that we enjoyed together.
Play, smile, think of me, pray for me.

Let my name be ever the household word that it always was.
Let it be spoken without an effort, without the ghost of a shadow upon it.
Life means all that it ever meant.

It is the same as it ever was.
There is absolute and unbroken continuity.
What is this death but a negligible accident?

Why should I be out of mind because I am out of sight?
I am waiting for you, for an interval, somewhere very near, just around the corner.
All is well.

Henry Scott Holland (* 27. Januar 1847; † 17. März 1918)

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