mit Dingen, die man nicht mag und die einen beeinträchtigen, war noch nie eine gute Idee. Irgendwann sollte man einen Strich ziehen – oder man gibt sich selbst auf. Ich habe jahrelang beobachten müssen, wie der eine versuchte, sich zu arrangieren und der andere das ganz selbstverständlich hinnahm. Selbst habe ich mehrmals die Flucht nach vorn angetreten, um nicht in diese Falle zu tappen. Ich hätte manches sicher einfacher haben können, aber ‘Willst Du so alt werden…’ ist ne geniale Frage und so bin ich gelandet, wo ich jetzt bin. Nicht gut – aber besser als die Alternative.
Es gibt Menschen, die können nichts wegwerfen. Großgeworden in einer Zeit, in der man wirklich alles aufheben musste… und mit etwas Pech nie das Umdenken geschafft. Viel davon habe ich abbekommen, aber zum Glück hat sich bei mir durch Umzüge zwangsweise manches anders entwickelt. Und weil ich gerade mal wieder umräumen muss, merke ich, dass manches sehr viel abfärbt mehr als einem lieb ist – aber allein es zu wissen, ist schon ein klarer Vorteil.
Was passiert, wenn nicht gegengesteuert wird, sehe ich mir täglich an. Die Oma ist ins Altersheim gegangen und die unmöglichsten Dinge werden ‘verwahrt’. Würde ich in dieser Verwahrstelle leben müssen, wüsste ich inzwischen nicht mehr, wo ich mit mir selbst hinsollte. Manches nehme ich schon mit und behaupte, es gebrauchen zu können (um es heimlich zu entsorgen), aber das ändert nichts daran, dass jetzt jemand mit unnützem Kram überschüttet und ein schon viel zu vollgeräumtes Haus noch voller wird. Und irgendwann wird das doch noch direkt zu unserem eigenen Problem *seufz*
Im Moment bekomme ich präsentiert, wohin sich dieses ‘mit etwas abfinden’ entwickelt. Ich kann gehen, meine Tür hinter mir zumachen… und einmal mehr darüber nachdenken.
Dann ist ja gut, dass Du das Du das von Dir sagen kannst.
Zugegebenermaßen steckt das Aufheben bei mir noch sehr drin. Zwar kann ich mich phasenweise gut von Dingen trennen, aber dann wieder merkt man, was man außerdem noch zu viel hat. Wie jetzt, bin eben auch beim Umziehen, von einem Zimmer ins andere nur, aber was da alles zum Vorschein kommt… (Messies heißen ja die die alles horten, so schlimm ist es vielleicht nicht, aber kann gut sein, das ich ein leichtes Messie-Syndrom habe).
Wahrscheinlich sammle ich deswegen auch Links.
naja – ich WEISS zumindest, dass man nicht 11 netzwerkmonitore (von denen man nicht weiß, ob die gehen) ins haus schleppt, wenn die bei betriebsauflösung irgendwo weggeschmissen werden sollten. zusätzlich endlos viel sonstiges zeug, was da so anfiel vor ein paar jahren und jetzt eben die wohnung meiner oma.
ich heb ja auch immer alles mögliche auf, aber was kaputt ist, kommt auch weg. meine mutter muss heimlich kaputte glühlampen unter anderem zeug verbuddeln. ich hab das wort messi extra vermieden, aber… hm.
und das ist nur eine anstrengende eigenart, die einen irgendwann irre macht.
Oh je … ich glaube wir haben deshalb ein Haus ohne Keller gebaut
)
Ich bin eigentlich der Typ:
Klamotten: Was ich zwei Jahre nicht angezogen habe, fliegt weg.
Erinnerungen: Dinge, die ich von meiner Omi bekommen habe, fasse ich gern immer mal wieder an, deshalb sind wir wohl auch etwas retro eingerichtet
Aber ansonsten bin ich schon ziemlich klar in all den Dingen die ich sammle …
Das einzige wovon ich mich sehr schwer trennen kann, sind Fotos meiner Kameras hier auf dem PC … da gibt es zig tausende und es werden täglich mehr und nein, man braucht nicht 5 Mohnfotos sondern das sind 250 in 4 Tagen
Aber ich glaube “sich abfinden” ist etwas anderes … es bedeutet für mich sich aufgeben und das sollte man nicht. Man kann sich arrangieren, ok … aber niemals abfinden … das ist als wenn man seine Seele verliert …
arrangieren klappt, wenn nicht immer nur einer zurücksteckt – alles andere macht schwermütig (auch nur einen). so wars denn auch gemeint in dem fall. ganz schlimm erwischt mich das aufheben bei computerbauteilen. manchmal gehts nicht mehr anders und entsorge was – und mehr als einmal kam dann irgendwoher ein hilfeschrei…